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Edward Teller
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Vorname Edward
Nachname Teller
Geburt 15.01.1908 in Budapest (Ungarn)
Tod 09.09.2003 in Stanford (USA)
Staatsangehörigkeit Ungarn / USA
Edward Teller kam am 15.08.1908 in Budapest als Teller Ede auf die Welt. Schon früh wurde sein Interesse für Physik und Chemie geweckt, weshalb er nach der Emigration aus Ungarn 1926 an der Universität Karlsruhe das Studium des Chemieingenieurwesens begann. Daraufhin folgten weitere Aufenthalten in München (zum Studium der Quantenphysik) und Leipzig, wo Teller bei Werner Heisenberg promovierte. Die nächsten Jahren verbrachte er an der Universität Göttingen und in Kopenhagen bei Niels Bohr, was ihm viele neue und nützliche Erfahrungen bescherte.

Nach der Machtergreifung Hitlers flüchtete er nach Großbritannien und später in die USA, wo er fortan an der George Washington University lehrte. Anschließend wurde er Mitglied des Manhattan Projects, das von J. Robert Oppenheimer geleitet wurde und dem Bau der amerikanischen Atombombe diente. Diese sollte fertiggestellt sein, bevor es die Nationalsozialisten schafften, ihr eigenes Atombombenvorhaben erfolgreich zu Ende zu bringen. Dank der Unterstüzung der fähigsten Physiker und Theoretiker des Landes - zu denen auch Teller gehörte - konnte bereits im August 1945 die erste Atombombe in der Wüste von New Mexico gezündet werden und wenige Wochen später wurde Hiroshima in Schutt und Asche gelegt.
"Ohne Teller wäre es eine bessere Welt gewesen."
— Isidor I. Rabi
Aber das Grauen, das die Physiker hierbei erleben mussten, bewirkte bei Teller - im Gegensatz zu Oppenheimer - keine radikale Umkehr. Er, der er zeit seines Lebens eine radikal antifaschistische und -sowjetische Einstellung hatte, legte im Jahr 1949 - als die UdSSR ihre erste Nuklearwaffe zündeten - zusammen mit Stanislav Ulam ein Konzept vor, dass den Bau eienr fusionsbasierten Wasserstoffbombe zum Inhalt hatte (Teller-Ulam-Prinzip). Erneut kehrte Teller nach Los Alamos zurück und auch dieses Projekt war erfolgreich: Am 1. November 1952 wurde auf dem Eniwetok-Atoll die erste Wasserstoffbombe (Ivy Mike, s. Bild) zur Detonation gebracht, was die Insel fast vollständig zerstörte. Seit diesem Zeitpunkt galt Edward Teller als der Vater der Wasserstoffbombe.
"Ein Pessimist ist ein Mensch, der immer Recht hat, aber keine Freude daran hat."
— Edward Teller
Die schon genannten Kontroversen mit Oppenheimer gingen sogar soweit, dass Teller in den Untersuchungen zu dessen angeblichen kommunistischen Umtrieben (1954) gegen seinen ehemaligen Kollegen aussagte. Im Nachhinein sah er aber dieses Zerwürfnis als eine der "peinlichsten" Angelegenheiten in seinem Leben.

In den nächsten Jahren arbeitete der Physiker u.a. am Lawrence Livemore National Laboratory in Kalifornien, dessen Direktor er 1958 wurde, bevor er 1975 in den Ruhestand trat. Es folgten die Veröffentlichung einiger Bücher (z.B. Die dunklen Geheimnisse der Physik (1993)), sowie Reden in vielen verschiedenen Städten (siehe Weitere Informationen).

Am 09.09.2003 starb Teller im Alter von 95 Jahren in Stanford.
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