Eugène Ionesco
| Vorname | Eugen |
| Nachname | Ionescu |
| Geburt | 13.11.1909 in Slatina (Rumänien) |
| Tod | 28.03.1994 in Paris (Frankreich) |
Eugène Ionesco wurde am 13.11.1909 in Slatina (Rumänien) als Eugen Ionescu geboren. Sein Vater war Anwalt, hatte in Paris Thérèse Icard kennen und liebengelernt und sie deswegen später geheiratet. Ionesco hatte zwei Geschwister: seinen Bruder Mitica - der aber bereits achtzehn Monate nach seiner Geburt an einer Hirnhautentzündung starb - und eine Schwester, deren Name - wie der des Vaters übrigens auch - nie erwähnt wird.
Schon kurz nach seiner Geburt zog Ionesco mit seiner Mutter nach Frankreich, wo er unter anderem im Dorf La Chapelle l'Anthenaise, hauptsächlich aber in Paris lebte.
Die 12 Jahre (1913-1925) in Frankreich sind der Grund für die starke Verbundenheit mit diesem Land, die er zeit seines Lebens fühlte, doch endeten sie mit der Rückkehr nach Rumänien, wo er die nächsten 13 Jahre wieder bei seinem Vater verbrachte. Dieser hatte zu Beginn des Ersten Weltkriegs vorgehabt, an den Gefechten teilzunehmen, war aber für kriegsuntauglich befunden worden. Er war untergetaucht und hatte seine Ehefrau in dem Glauben gelassen, er sei an der Front gefallen, stattdessen aber war er Polizeipräfekt in seinem Heimatdorf geworden, hatte sich mit der Begründung, dass seine Frau die eheliche Gemeinschaft durch ihr Leben im Ausland beendet hatte, von ihr scheiden laasen und die Rumänin Lola geheiratet, die mit Eugène und seiner Schwester nie klar kommen sollte.
In der Zeit, die er das Gymnasium Stantul Sava in Bukarest besuchte, kam Ionesco oft in Berührung mit dem rumänischen Patriotismus, Nationalismus und Fanatismus, der auf ihn etwas befremdlich wirkte und letztendlich im Zweiten Weltkrieg resultierte. (Den größten Beitrag hierzu hatte die sog. "Eiserne Garde" geleistet, die stark mit den Nationalsozialisten in Deutschland sympathisierte) All diese Erlebnisse sollte er in seinen späteren Werken verarbeiten, den Massenfanatismus und die Verführbarkeit der Menschen z.B. in Rhinocéros (Die Nashörner).
Am 28.03.1994 starb mit Eugène Ionesco einer der bedeutensten Dramatiker und Künstler der Neuzeit. Er liegt auf dem Cimetière du Montparnasse begraben.
Die 12 Jahre (1913-1925) in Frankreich sind der Grund für die starke Verbundenheit mit diesem Land, die er zeit seines Lebens fühlte, doch endeten sie mit der Rückkehr nach Rumänien, wo er die nächsten 13 Jahre wieder bei seinem Vater verbrachte. Dieser hatte zu Beginn des Ersten Weltkriegs vorgehabt, an den Gefechten teilzunehmen, war aber für kriegsuntauglich befunden worden. Er war untergetaucht und hatte seine Ehefrau in dem Glauben gelassen, er sei an der Front gefallen, stattdessen aber war er Polizeipräfekt in seinem Heimatdorf geworden, hatte sich mit der Begründung, dass seine Frau die eheliche Gemeinschaft durch ihr Leben im Ausland beendet hatte, von ihr scheiden laasen und die Rumänin Lola geheiratet, die mit Eugène und seiner Schwester nie klar kommen sollte.
In der Zeit, die er das Gymnasium Stantul Sava in Bukarest besuchte, kam Ionesco oft in Berührung mit dem rumänischen Patriotismus, Nationalismus und Fanatismus, der auf ihn etwas befremdlich wirkte und letztendlich im Zweiten Weltkrieg resultierte. (Den größten Beitrag hierzu hatte die sog. "Eiserne Garde" geleistet, die stark mit den Nationalsozialisten in Deutschland sympathisierte) All diese Erlebnisse sollte er in seinen späteren Werken verarbeiten, den Massenfanatismus und die Verführbarkeit der Menschen z.B. in Rhinocéros (Die Nashörner).
"Als ein Großmeister der Kritik mich fragte, warum ich nicht ernst sei, antwortete ich, daß die Literatur nicht ernst ist und dass ich zu ernst sei, um sie ernst zu nehmen."Ionesco blieb in Paris, wo er 1936 - im Todesjahr seiner Mutter - die Philosophiestudentin Rodica Burleanu heiratete, mit der er eine Tochter - Marie-France, geboren am 28.06.1944 - hatte. Die darauf folgenden Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte kann man als Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens betrachten. In kurzen Abständen wurden einige seiner berühmtesten Werke uraufgeführt: La Cantatrice chauve (1950), La Leçon (1951), Les Chaises (1952), Victimes du devoir (1953), Jacques ou la soumission (1955), Tueur sans gages, Rhinocéros (beide 1959), Le Roi se meurt, Le Piéton de l'air (beide 1962), Le Soif et la Faim (1964), Macbett (1972), u.v.a.— Eugène Ionesco
"Nicht zu denken wie die anderen bringt einen in eine unangenehme Situation. Nicht zu denken wie die anderen, das heißt einfach, dass man denkt..."Er hatte die Gabe, Dinge, die ihn bedrückten - er prägte den Begriff des "Ich"-Theaters und vertrat seine Meinung meist als Behringer, seinem Alter Ego - in einen auf den ersten Blick äußerst widersinnigen Zusammenhang zu bringen und somit seinen Aufruf auf eine unterschwellige, aber trotzdem offensichtliche Art und Weise dem Leser/Zuschauer/Publikum zu vermitteln. Zusammen mit Samuel Beckett zählt er deswegen zu den Begründern des sog absurden Theaters.— Eugène Ionesco, 1975
Am 28.03.1994 starb mit Eugène Ionesco einer der bedeutensten Dramatiker und Künstler der Neuzeit. Er liegt auf dem Cimetière du Montparnasse begraben.
