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J. Robert Oppenheimer
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Vorname Julius
Weitere Vornamen Robert
Nachname Oppenheimer
Geburt 22.04.1904 in New York (USA)
Tod 18.02.1967 in Princeton (USA)
Staatsangehörigkeit USA
Julius Robert Oppenheimer wurde am 22.04.1904 als Sohn einer Amerikanerin und eines deutschen Juden geboren. Sein Vater, der 1908 endgültig nach Amerika emigrierte, verdiente sein Geld im Textilgewerbe. Mit sieben Jahren trat der kleine Oppenheimer in die zweite Klasse einer Grundschule ein - nicht ahnend, dass er zu etwas großem bestimmt war - und bald zeigten sich die außergewöhnlichen Fähigkeiten des Jungen und sein Interesse für die Welt und vor allem für die Physik.

Nach dem Abschluss der High School (1921) begann er sein Studium in den Fächern Physik, klassische Philologie, Orientalistik und Chemie in Harvard, dass er vier Jahre später "summa cum laudae" abschloss. Daraufhin startete er Forschungen am Cavendish Laboratory (Cambridge) im Bereich der Atomphysik, bevor er 1926 an die Universität Göttingen wechselte, wo er mit Niels Bohr, Edward Teller und Paul Dirac einige namhafte Persönlichkeiten der Physik kennenlernte.

Im sehr jungen Alter von 25 Jahren trat er - nachdem er 1925 bei Max Born promoviert hatte - bereits eine Stelle als Professor für Physik an der Universität Berkeley an, wo er sich auch weiterhin seinen Forschungen widmete. Auch eine Anstellung am California Institute of Technology geht in diese Zeit zurück.
Von diesem Zeitpunkt an ging es steil bergauf: Nach der Anstellung als Leiter des amerikanischen Atomenergieprojektes erhielt er 1942 den Auftrag, eine Atombombe zu bauen - und zwar bevor es die Deutschen schafften. Mitten im Zweiten Weltkrieg scharte Oppenheimer also die besten Physiker und Techniker des Landes um sich und vollbrachte, mitten in der Wüste von New Mexico - bei Los Alamos, einem Ort, den er selbst persönlich ausgesucht hatte - eine der größten Meisterleistung des letzten Jahrhunderts im Bereich der Physik. Als am 16.07.1945 die erste Atombombe im Sand der Wüste explodierte, waren nicht mehr als zwei Jahre vergangen, seitdem die Forscher ihre Arbeit begonnen hatten.

Hätte Oppenheimer gewusst, was nun auf die Welt zukam, hätte er es wohl gelassen.

Weniger als ein Monat später, am 06. August, explodierte über der japanischen Stadt Hiroshima eine Atombombe - die erste von zweien, die bis heute in einem Krieg eingesetzt wurde. Nach dem Abwurf um 8.16 Uhr startete die Kettenreaktion in einer Höhe von 570m über der Stadt. Die Röntgenstrahlung, die unglaublich große Hitze und gewaltige Windstöße (mit Überschallgeschwindigkeit) kosteten innerhalb weniger Sekunden über 135.000 Menschen das Leben. An den Folgen der radioaktiven Strahlung starben noch Zehntausende in den Jahren danach. Auch bei der zweiten Atombombe über Nagasaki herrschten ähnliche Verhältnisse.

Japan kapitulierte.
"Now I am become Death, the destroyer of worlds"
— J. R. Oppenheimer, die Baghavad Gita zitierend
Nach der schockierenden Erfahrung, die die Welt in diesen Augenblicken machte, beharrte Oppenheimer auf einer friedlichen Nutzung der Atomenergie. Er weigerte sich, auch an der Entwiclung der Wasserstoffbombe teilzunehmen und fungierte fortan nur noch als wissenschaftlicher Berater der Regierung. Anschließend wurde er Direktor des Institute of Advanced Study in Princeton, sowie Vorsitzender des General Advisory Committee der Atomenergiekomission.

Nachdem er 1963 den Enrico-Fermi-Preis der Atomenergiebehörde erhielt und 1966 offiziell in den Ruhestand trat, erkrankte er an Kehlkopfkrebs, was auch an seine Arbeit mit radioaktiven Substanzen zurückzuführen sein könnte. Die Krankheit raffte ihn immer weiter hin, bis er ihr am 18.02.1967 erlag.
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